IV. Rechtliche und finanzielle Faktoren

Wichtigste relevante Rechtsakte und Dokumente:

– Energiegesetz vom 10. April 1997 – Gesetzblatt 1997 Nr. 54 Ziffer 348
– Richtlinie 2009/28/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2009 zur Förderung der Nutzung von Energie aus
erneuerbaren Quellen
– Polnische Energiepolitik bis 2030 – Wirtschaftsministerium 2009
– Polnische Energiepolitik bis 2050 – Wirtschaftsministerium 2014
– Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 20. Februar 2015 – Gesetzblatt 2015 vom 3.04., Ziffer 348*
* Das Gesetz führte ein Auktionssystem basierend auf für 15 Jahre garantierten Tarifen für Erzeuger mit dem niedrigsten Preis für Energie aus EEQ
ein. Das Auktionssystem soll den bisherigen EEQ-Fördermechanismus, basierend auf der Verpflichtung der Energieversorger, Energie aus EEQ und grüne Zertifikate zu kaufen, ersetzen. Das Gesetz sieht vor, dass 25 Prozent der erneuerbaren Energie aus Anlagen mit einer Kapazität bis 1 MW kommen sollen. Damit soll sichergestellt werden, dass deren Eigentümer im Wettbewerb gegen größere Erzeuger mit geringeren Produktionskosten nicht verlieren.
In der Ausführung des Gesetzes* am 13. November 2015 erließ der Wirtschaftsminister eine Richtlinie bezüglich des Referenzpreises für elektrische
Energie aus erneuerbaren Energiequellen im Jahr 2016 (Gesetzblatt vom 8. Dezember 2015, Ziffer 2063).

Für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Anschlussleistung von maximal 1 MW, beträgt der Referenzpreis für den Kauf von Energie für die garantierte 15-jährige Periode 465 PLN/MWh.

Der Sektor mit über 1 MW installierter Erzeugungskapazität wird von Windenergieanlagen dominiert, die im Bereich bis 1 MW deutlich schwächer repräsentiert sind. Das bedeutet, dass Photovoltaikanlagen mit über 1 MW entschieden weniger konkurrenzfähig sind.