V. Warum Photovoltaikanlagen mit bis zu 1 MW ?

1. Die Leistung einer Erzeugungsquelle mit bis zu 1 MW kann vom 15 kV-Netz des Verteilernetzbetreibers relativ leicht absorbiert werden. Die 15 kVMittelspannungsnetze
(„MS-Netze“) sind die Hauptverteilernetze im polnischen Stromsystem und verteilen den Strom von den Umspannwerken zu Städten, zwischen Städten und an größere Abnehmer. Angesichts dessen, sowie im Hinblick auf die relativ hohe Dichte der 15 kV-Netze, bestehen bei Quellen mit einer Kapazität bis 1 MW bessere Aussichten (größere Wahrscheinlichkeit) auf den Erhalt von Netzanschlussbedingungen und – verträgen vom Verteilernetzbetreiber.

2. Die Auktionen finden für Anlagen mit einer Anschlussleistung bis 1 MW und mit einer Anschlussleistung von über 1 MW getrennt statt. Das Gesetz geht davon aus, dass mindestens 25% des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, der über Auktionen verkauft wird, aus EEQ-Anlagen mit einer Anschlussleistung bis 1 MW kommen sollen. Die Investitionskosten und, demzufolge, der Preis für die Energiegewinnung für Anlagen mit bis zu 1 MW wahren ähnliche Strukturen und Proportionen, so dass die Erhaltung realistischer Preiswettbewerbsverhältnisse bei den Auktionen gesichert ist. Für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einer Kapazität bis 1 MW laufen die Verfahren zur Erteilung von Bescheiden und Baugenehmigungen vergleichsweise schneller ab als für andere EEQ-Vorhaben. Wenn keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist, kann die Baugenehmigung innerhalb von 21 Monaten eingeholt werden, und das unter Voraussetzung der maximalen Dauer aller Prozesse. Bei Windparks dauert der gesamte Prozess mindestens etwa 5 Jahre, und oft sogar 7-8 Jahre.

3. Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen haben keine Auswirkungen auf die Umwelt, noch beeinträchtigen oder ändern sie die unmittelbar Umgebung und Landschaft.

4. Wenn ein Projekt in der Genehmigungsphase abgebrochen werden muss, zum Beispiel wegen eines negativen Bescheids, sind die Kosten wesentlich niedriger (als bei Windparks).